Cashew Cheesecake – vegan und raw

By 15. April 2016Genussfrau
Rezeptbild veganer Cheesecake mit Beeren

Als Käsekuchenfreundin wollte ich schon ewig die vegane Variante ausprobieren. Kriegt man es tatsächlich hin, einen englischen Cheesecake zu imitieren?

Für Gäste habe ich also ein veganes Menü gezaubert und zum Nachtisch dann die Cashewkerne manipuliert. 😉 Man kann die kleinen Küchlein prima vorbereiten. Reste halten sich etwa zwei Wochen im Gefrierfach.

Für sechs Portionen habe ich erst einmal 90 g Cashewkerne über Nacht eingeweicht. Die schnelle Variante funktioniert mit heißem Wasser, da brauchen die Kerne nur etwa 30 Minuten, um weich zu werden, aber dann sind sie natürlich nicht mehr roh und das wertvolle Tryptophan, eine Aminosäure, welche im Körper zu Serotonin und Melatonin – für Glücksgefühle und guten Schlaf –  umgewandelt werden kann, ginge verloren. In der Zwischenzeit 100g dicke weiche Medjouldatteln, ungefähr vier Stück mit 80g Pekannüssen und einer Prise Salz zerkleinern. Ich habe dafür, wie immer, meinen Tupperware Turbochef genommen. Es geht aber auch jede andere Küchenmaschine. Am besten fängt man erst damit an, die Datteln zu pürieren (sind sie zu trocken, vorher auch mit warmem Wasser einweichen), dann die Nüsse dazugeben. Den „Teig“ in sechs Portionen aufteilen und jeweils auf den kleinen Böden einer Muffinform verteilen. Damit die Cheesecakes später besser aus der Form gehoben werden können, gibt man entweder Frischhaltefolie und kleine Papierstreifen in die Aluminiumformen. Für die Creme jetzt die abgetropften Cashewkerne zusammen mit dem Saft einer großen Zitrone (gerne auch etwas Schale dazugeben), 40g Kokosöl, 80ml Kokosmilch oder Kokosjoghurt und 50-60ml Ahornsirup in einem Mixer solange pürieren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Zwischendurch immer wieder Pausen machen, damit es nicht zu warm wird. Dann alles gleichmäßig in die Förmchen verteilen und für mindestens zwei Stunden ins Gefrierfach geben. Hat man länger Zeit, kann die Masse natürlich auch im Kühlschrank festwerden. Vor dem Servieren sollten die gefrorenen Küchlein aber auf jeden Fall zwanzig Minuten antauen, wenn man nicht gerade Eis haben möchte. Dazu gab es eine Soße aus aufgetauten TK-Waldbeeren mit etwas Johannisbrotkernmehl zum Andicken und Kokosblütenzucker für die Süße.

Join the discussion 2 Comments

  • Theresa sagt:

    Hallo Ruth,
    da ich mich seit einiger Zeit zuckerfrei ernähre, brauchte ich für eine Familienfeier eine Idee als Ersatz-Dessert. Auf dein Rezept für diese „Cheesecakes“ fiel schließlich meine Wahl, zunächst mit etwas Skepsis – Cashews als Milchalternative? Aber ich wurde nicht enttäuscht. Die Beerensoße macht das Ganze noch perfekt und es schmeckt einfach toll, ich hätte es nicht gedacht!
    Auch mein Freund ist begeistert und ich musste direkt noch mehr machen- diesmal die doppelte Menge. So sind sie tiefgefroren bei den sommerlichen Temperaturen auch ein leckerer Ersatz für Eis.
    Dieses Rezept wird wohl nun öfter bei uns gemacht und ich werde mich demnächst auch noch an ein paar anderen (zuckerfreien) Ideen von dir versuchen 🙂
    LG,
    Theresa

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